α-Ketoglutarsäure mit der CAS-Nummer 328-50-7 ist eine natürlich vorkommende organische Verbindung, auch bekannt als 2-Oxoglutarsäure oder α-Ketoglutarat. Seine Summenformel lautet C₅H₆O₅ und sein Molekulargewicht beträgt 146,10 g/mol. Als wichtiges Zwischenprodukt im Tricarbonsäurezyklus (TCA) spielt es eine wesentliche Rolle im zellulären Energiestoffwechsel und in der Aminosäurebiosynthese. Es zeichnet sich durch eine hohe chemische Reaktivität und gute Biokompatibilität aus und wird daher häufig in Arzneimitteln, Lebensmittelzusatzstoffen, in der biochemischen Forschung und in der Kosmetik eingesetzt.
Physikalisch gesehen erscheint α-Ketoglutarsäure als weißes bis cremefarbenes kristallines Pulver oder körniger Feststoff. Es hat einen Schmelzpunkt von etwa 113-115℃ und ist in Wasser gut löslich und bildet eine klare wässrige Lösung, während es in polaren organischen Lösungsmitteln wie Methanol und Ethanol löslich und in Dimethylformamid leicht löslich ist. Es ist geruchlos, mäßig hygroskopisch und bei ordnungsgemäßer Lagerung bei normaler Temperatur und normalem Druck gut stabil, was eine einfache Handhabung, Lagerung und Formulierung in verschiedenen Dosierungsformen oder Lösungen erleichtert.
Chemisch handelt es sich um eine Dicarbonsäure mit einer Ketongruppe in der α-Position, der zentralen funktionellen Gruppe, die ihre Eigenschaften bestimmt. Es ist eine schwache Säure, die an Redoxreaktionen, Decarboxylierungen und Kondensationsreaktionen teilnehmen kann. Als zentraler Metabolit im TCA-Zyklus verbindet es den Kohlenhydrat-, Lipid- und Aminosäurestoffwechsel und dient als Vorstufe für die Synthese von Glutaminsäure, Glutamin und anderen Aminosäuren. Es ist unter schwach sauren Bedingungen stabil, kann sich jedoch in stark alkalischen Umgebungen oder in Umgebungen mit hohen Temperaturen zersetzen.
Seine Kernanwendungen erstrecken sich über mehrere Bereiche. In der pharmazeutischen Industrie wird es als Rohstoff für die Herstellung von Nahrungsergänzungsmitteln, Leberschutzmitteln und Stoffwechselregulatoren verwendet und trägt zur Verbesserung des zellulären Energiestoffwechsels und zur Unterstützung der physiologischen Funktion bei. In Lebensmittelzusatzstoffen wird es als Geschmacksverstärker und Nährstoffverstärker verwendet, um einen sauren Geschmack zu verleihen und essentielle Metaboliten zu ergänzen.
In der biochemischen Forschung ist es ein wichtiges biochemisches Reagenz zur Untersuchung des TCA-Zyklus, des Zellstoffwechsels und der Enzymaktivität, das häufig in der Zellkultur und bei der Analyse von Stoffwechselwegen eingesetzt wird. In der Kosmetik wird es in Hautpflegeprodukte eingearbeitet, um die Zellerneuerung zu fördern und die Vitalität der Haut zu erhalten. Was die Sicherheit betrifft, gilt es bei normaler Handhabung und Dosierung allgemein als sicher, ungiftig und nicht reizend. Es sollte in einer verschlossenen, kühlen, trockenen und dunklen Umgebung gelagert werden, fern von Oxidationsmitteln, Feuchtigkeit und hohen Temperaturen, um eine Zersetzung zu verhindern. Mit seinen wesentlichen physiologischen Funktionen und vielseitigen Einsatzmöglichkeiten ist es ein wichtiger Rohstoff in der Biowissenschaft und verwandten Industrien.