N,N'-DI-L-LYSYL-L-CYSTINE DIHYDROCHLORIDE, mit der CAS-Nummer 2920735-07-3, ist ein leistungsstarkes Peptidderivat, auch bekannt als CQ rex® KC. Seine Summenformel lautet C₁₈H₃₈Cl₂N₆O₄S₂ und sein Molekulargewicht beträgt etwa 517,48 g/mol. Es besteht aus zwei L-Lysin-Molekülen und einem L-Cystin-Molekül, die durch Peptidbindungen mit zwei Hydrochloridgruppen verbunden sind, und wurde speziell entwickelt, um die geringe Löslichkeitsbeschränkung von freiem L-Cystin zu überwinden. Es zeichnet sich durch hervorragende Stabilität und Biokompatibilität aus und wird häufig in den Bereichen Bioverarbeitung, Biochemie und Pharmazie eingesetzt.
Physikalisch gesehen erscheint es als weißes bis cremefarbenes kristallines Pulver. Es hat eine hohe Wasserlöslichkeit – etwa 1000-mal löslicher als freies L-Cystin bei neutralem pH-Wert – und ist in Methanol und Ethanol schwer löslich, in unpolaren Lösungsmitteln unlöslich. Es ist optisch aktiv und bei normaler Temperatur und normalem Druck stabil und weist eine geringe Hygroskopizität auf. Dadurch ist es einfach zu handhaben und eignet sich für die Formulierung konzentrierter Zellkulturmedien ohne Ausfällungsprobleme.
Chemisch verbessert seine Hydrochloridform die Löslichkeit und Stabilität, während die Peptidbindungsstruktur dafür sorgt, dass es in wässrigen und physiologischen Umgebungen stabil bleibt. Unter geeigneten Bedingungen kann es hydrolysiert werden, um L-Lysin und L-Cystin freizusetzen, die beide für die Proteinsynthese und das intrazelluläre Redoxgleichgewicht unerlässlich sind. Im Gegensatz zu freiem L-Cystein verhindert es eine schnelle Oxidation und reduziert die Bildung reaktiver Sauerstoffspezies (ROS), wodurch die Zytotoxizität selbst bei hohen Konzentrationen minimiert wird.
Seine Hauptanwendung liegt in der Bioverarbeitung und Zellkultur, wo es als hocheffiziente Cystinquelle in chemisch definierten Medien dient. Es ermöglicht die Zubereitung hochkonzentrierter Futtermittel, vereinfacht Bioprozesse und verbessert die Zelllebensfähigkeit und den Antikörpertiter in CHO-Zellen und anderen Zelllinien, die für die Produktion monoklonaler Antikörper verwendet werden. Es fungiert auch als biochemisches Reagenz zur Untersuchung der Redoxhomöostase und des Peptidstoffwechsels sowie als Zwischenprodukt in der pharmazeutischen Synthese.
Aus Sicherheitsgründen ist es leicht reizend; Kontakt mit Haut, Augen oder Atemwegen sollte vermieden werden. Bei der Handhabung wird eine angemessene Schutzausrüstung empfohlen. Um seine Stabilität und Reinheit zu bewahren, sollte es in einer verschlossenen, kühlen, trockenen und dunklen Umgebung bei 10–25 °C, fern von Oxidationsmitteln und Feuchtigkeit, gelagert werden. Aufgrund seiner überlegenen Löslichkeit und Leistung ist es ein unverzichtbarer Rohstoff für fortschrittliche Bioverarbeitung und biowissenschaftliche Forschung.